BSE Palais Ferstel und Palais Daun-Kinsky

Am 17. November 2025 hatten wir dank der ESB die besondere Möglichkeit, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen zweier der bedeutendsten historischen Veranstaltungsorte Wiens zu werfen: dem Palais Ferstel und dem Palais Daun-Kinsky. Begleitet wurden wir von Stefanie Pribik, Head of Sales & Marketing, die uns mit vielen spannenden Einblicken, Anekdoten und Hintergrundwissen durch die Häuser führte.

Das Palais Ferstel beeindruckt als ehemaliges, denkmalgeschütztes Bankgebäude mit seinen drei Eingängen und seiner historischen Architektur. Genau dieser Status macht Renovierungen anspruchsvoll: Die letzte umfangreiche Sanierung liegt bereits rund 30 Jahre zurück. Für 2026 ist nun eine neue Modernisierungsphase geplant, bei der vor allem die Küche im Keller erneuert wird, um künftige Veranstaltungen barrierefrei und logistisch effizienter abwickeln zu können.

Besonders prägend war der Einfluss von Billa-Gründer Karl Rudolf Wlaschek, der großen Wert darauflegte, dass das Palais stets belebt bleibt. Heute finden dort vielfältige Veranstaltungen statt – von großen Bällen bis hin zum Firmenevents.

Der Arkadenhof dient häufig als Empfangsbereich und war früher sogar Teil des berühmten Café Central. Außerdem beherbergte er damals einer der ersten Klimaanlagen; das markante Glasdach ist bis heute eines der architektonischen Highlights. Im großen Festsaal finden bis zu 348 Personen Platz, Holzpaneele ermöglichen eine vollständige Verdunkelung, und die Decke – die an den Bauch eines umgedrehten Schiffes erinnert – erzählt von seiner vielseitigen Vergangenheit. Das ursprüngliche Bankgebäude, benannt nach seinem Architekten Heinrich von Ferstel, diente Mitte des 20. Jahrhunderts sogar als Basketballcourt, wo unter anderem eine der ersten Damen-Mannschaften spielte.

Auch die Ausstattung ist durchdacht: Es gibt extra angefertigte Stühle, die drei Kriterien erfüllen mussten – stapelbar, gala-tauglich und bequem. Das gesamte Equipment steht vor Ort zur Verfügung und ist in der Miete bereits inkludiert. Aufgrund der speziellen Logistik und der Küche im Keller muss das hauseigene Catering genutzt werden, das über einen Lift direkt zu den Veranstaltungsräumen liefert.

Nach dem Rundgang im Ferstel ging es für uns weiter zum Palais Daun-Kinsky, das kleinste der drei Häuser – aber vielleicht das mit dem größten Charme. Auch hier gilt Denkmalschutz, weshalb alles so authentisch wie möglich erhalten wurde.

Das Palais verfügt über fünf unterschiedliche Räumlichkeiten, die einzeln genutzt oder miteinander kombiniert werden können. Eine Besonderheit ist der mathematisch exakt ovale Saal, der speziell konzipierte ovale Dinnertische erfordert – ideal für Veranstaltungen mit bis zu 96 Gästen. Diese Einzigartigkeit macht das Palais Daun-Kinsky zu einer beliebten Hochzeitslocation.

Auch hier hinterließ Karl Rudolf Wlaschek seine Spuren, denn er feierte in diesem Palais regelmäßig seinen Geburtstag. Die historische Struktur blieb weitgehend unverändert, und wie im Ferstel wird auch hier ein internes Catering genutzt. Das Haus verfügt zudem über einen eigenen Lift, was die Eventlogistik erleichtert.

Die Führung hat uns nicht nur die beeindruckende Architektur und Geschichte der beiden Palais näher gebracht, sondern auch gezeigt, wie viel professionelle Planung und Detailarbeit hinter jeder Veranstaltung steckt.

Ein herzliches Dankeschön an Stefanie Pribik für ihre engagierte, informative Führung sowie der ESB, die uns dieses besondere Backstage-Erlebnis ermöglicht hat.

Verfasserin: Sofia-Lee Wallner

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