BSE in der Österreichischen Nationalbibliothek
Am 05. Februar 2026 waren wir mit einer neunköpfigen Gruppe der ESB Academy zu Gast beim Veranstaltungsteam der Österreichischen Nationalbibliothek. Ricarda Reininger hat uns in Vertretung von Clara Thomayer durch die diversen, höchst beeindruckenden Säle geführt. Nachdem wir uns beim Eingang am Josefsplatz getroffen haben (die Nationalbibliothek erstreckt sich über diverse Gebäude entlang der Wiener Hofburg und ist sehr weitläufig), begann unsere Tour im Aurum (Atrium, Sala Terrena und Camineum), einem eher nüchternen, in mehrere Abschnitte trennbaren Bereich (tagsüber von Touristen durchlaufen, welche die Prunksaal-Ausstellung besichtigen), welcher in unterschiedlichster Weise ausgestattet werden kann. Dort können bis zu 500 Gäste zu Konferenzen, Cocktails oder Banketten – direkt im Erdgeschoss in Eingangsnähe – zusammenkommen.
Uns wurde allgemein berichtet, dass es ein großes eigenes Möbellager gibt, weshalb die meisten Möbel (z. B. Sessel, Tische, Bühnenelemente) direkt vom Vermieter gestellt und flexibel aufgebaut werden können sowie in der Saalmiete inkludiert sind, ebenso ist ein Bösendorfer-Konzertflügel im Haus vorhanden. Alle historischen Säle wurden dem aktuellen Stand der Technik angepasst, zum Beispiel gibt es Akustikpaneele oder Licht in verschiedenen Varianten. Extern einzukaufen ist hingegen das Catering (es gibt eine Liste mit Partnerfirmen bzw. Empfehlungen), Sicherheitspersonal für die Ein- und Ausgänge sowie Technik. In der hauseigenen Werbebroschüre heißt es: „Die freie Wahl für Catering, Technik und Dekoration bietet große Gestaltungsfreiheit.“
Weiter ging es mit der Besichtigung des Augustinertrakts, wo wir eine Basic-Cateringküche angeschaut haben. Im ganzen Haus wird darüber hinaus in Nischen gecatert und es sind mobile Bars und Buffets möglich. Der Van Swieten Saal mit seiner Lounge kam als nächstes dran, anschließend das Oratorium sowie Refektorium, welche als zusätzliche Tagungs- und Versammlungsräume dienen, hier finden aber auch Dinners, Präsentationen und Konzerte regelmäßig statt.
Ein erstes Highlight war die Besichtigung des kleinen Augustinerlesesaals, wo speziell kleinere Dinners und Trauungen in einmaligem Ambiente – mit grünen, charmanten Bibliothekslampen auf jedem Tisch – angeboten werden. Geendet hat unsere Tour dann im mit Spannung erwarteten, pompösen Prunksaal mit seiner eindrucksvollen barocken Opulenz, wo hauptsächlich Dreharbeiten und Hochzeiten, z. B. von Gästen aus den USA oder China, stattfinden, aber auch Konferenzen aus dem Wissenschafts- und Wirtschaftsbereich. Dadurch, dass dies ein öffentlicher Ausstellungssaal ist, sind Terminfindungen sehr heikel, da dabei der Museumsbetrieb geschlossen bleiben muss. Naturgemäß handelt es sich hier um sehr exklusive Veranstaltungen, die erstens sehr teuer sind (uns wurde auch eine detaillierte Preisliste ausgehändigt), aber auch andere Einschränkungen haben (aus Brandschutz- und konservatorischen Gründen), so ist zum Beispiel das Essen & Trinken wegen der historischen Bücher nicht erlaubt. Hier haben wir auch unser Gruppenfoto zum Abschluss machen lassen – direkt unter der Statue Kaiser Karls VI., welcher diesen Bibliothekssaal in Auftrag gegeben hat.
Ein herzliches Dankeschön an Ricarda für deine Zeit und die tollen Einblicke in die Österreichische Nationalbibliothek!
Verfasserin & Bilder: Martina Montanari










