BSE beim Ultimate Hockey 3×3

Am 12. April 2026 besuchte unser Lehrgang der ESB Academy ein Event, das den Eishockeysport auf ein neues Level hebt. Beim 3×3 Ultimate Hockey Turnier in Innsbruck erhielten wir vom ehemaligen Schweizer Profisportler und heutigen Sportmanager Daniel Rupf spannende Einblicke hinter die Kulissen eines internationalen Sportevents.

Beim Ultimate Hockey handelt es sich um eine neue Spielform des Eishockeys, bei der statt fünf nur noch drei Spieler pro Team auf dem Eis stehen. Gespielt werden zwei Halbzeiten à 12 Minuten, wodurch ein besonders schnelles und intensives Spiel entsteht. Ziel dieses Formats ist es, sich langfristig auf internationaler Ebene zu etablieren und perspektivisch sogar Teil der Olympischen Spiele 2034 zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eng mit dem internationalen Eishockeyverband IIHF zusammengearbeitet und ein eigenes Regelwerk umgesetzt. So gibt es bei Regelverstößen beispielsweise kein klassisches Powerplay, sondern direkt ein Penaltyschießen, und auch längere Unterbrechungen entfallen weitgehend, was die Spannung nochmal enorm erhöht.

Zu Beginn unseres Besuchs stellte uns Daniel Rupf das Projekt sowie seinen persönlichen Werdegang vor und gab uns einen ersten Überblick über die Organisation des Events. Besonders beeindruckend war die Entstehungsgeschichte: Ursprünglich sollte das Turnier in Budapest stattfinden, musste jedoch kurzfristig aufgrund äußerer Umstände nach Innsbruck verlegt werden. Innerhalb von nur zwei Monaten wurde hier ein internationales Sportevent auf die Beine gestellt, was ein enormes Maß an Flexibilität und Organisation erforderte.

Während der Führung erhielten wir umfassende Einblicke in die Olympiahalle und die Abläufe hinter dem Event. Wir konnten unter anderem den gemeinsam genutzten Arbeitsbereich von IIHF und Ultimate Hockey besichtigen, die Umkleiden der Teams sowie eine eigene Cafeteria für die Athleten. Auch die Umkleiden des Heimvereins HC TIWAG Innsbruck – Die Haie wurden für ein Legendenspiel genutzt, was die starke Unterstützung vor Ort verdeutlichte. Zusätzlich gab es eigene Räumlichkeiten für Dopingkontrollen, die den internationalen Standards entsprechen, sowie einen medizinischen Bereich, in dem die Erstversorgung der Spieler sichergestellt wurde.

Ein weiterer spannender Aspekt war die technische Umsetzung des Events. Wir erhielten Einblicke in die TV-Produktion, die über einen Regie Wagen gesteuert wurde, sowie in den Bereich der Moderation und Musiksteuerung. Insgesamt arbeiteten mehrere Personen gleichzeitig daran, eine professionelle Live-Übertragung zu gewährleisten. Auch der Spielertunnel, durch den die Athleten einzeln unter LED-Beleuchtung eingelaufen sind, sowie der DJ- und Moderationsbereich trugen maßgeblich zur besonderen Eventatmosphäre bei.

Neben der Organisation spielte auch die Anpassungsfähigkeit eine große Rolle. Aufgrund der ungewöhnlich warmen Temperaturen musste das Eis tagsüber mit Styropor abgedeckt und der Spielplan entsprechend angepasst werden. Gleichzeitig wurde ein interaktiver Zuschauerbereich geschaffen, in dem Besucher selbst Eislaufen und Eishockey spielen konnten, was das Event zusätzlich aufwertete.

Im weiteren Verlauf der Führung stieß auch Wolfgang Suitner zu uns, der unter anderem für die Organisation des Sports Values Summit verantwortlich ist. Diese Plattform verbindet Themen aus Sport, Wirtschaft und Bildung und ergänzt das Event sinnvoll, da hier zentrale Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammenkommen.

Besonders bemerkenswert war die Teamstruktur hinter dem Event. Rund 30 Personen arbeiteten fest angestellt an der Umsetzung, viele davon aus unterschiedlichen Ländern und mit verschiedenen sportlichen Hintergründen. Ein Großteil des Teams kannte sich zuvor nicht persönlich, dennoch funktionierte die Zusammenarbeit durch ein klares gemeinsames Ziel und starken Teamgeist sehr effizient. Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven trugen dazu bei, das Event erfolgreich umzusetzen.

Persönlich konnte ich aus diesem Besuch mitnehmen, wie komplex die Planung und Durchführung eines internationalen Sportevents tatsächlich ist und wie viele unterschiedliche Bereiche reibungslos ineinandergreifen müssen. Besonders beeindruckt hat mich, wie wichtig im Eventmanagement der Umgang mit allen beteiligten Personen ist – unabhängig davon, ob es sich um festangestellte Mitarbeitende oder freiwillige Helfer handelt. Durch Wertschätzung, klare Strukturen und kleine Anreize wird ein positives Arbeitsklima geschaffen, was maßgeblich zum Erfolg einer Veranstaltung beiträgt.

Abschließend möchten wir uns herzlich bei Daniel Rupf und Wolfgang Suitner für ihre Zeit und die spannenden Einblicke bedanken. Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in neuen Sportformaten steckt und wie durch gute Organisation und Zusammenarbeit selbst unter schwierigen Bedingungen ein Event auf internationalem Niveau realisiert werden kann.

Verfasserinnen: Alina Hubl / Hannah Gilly

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