BSE bei der Marke[ding] Messe

Im Rahmen der ESB Academy bot sich den Teilnehmer:innen die wertvolle Gelegenheit, die Fachmesse „marke[ding]“ in der Wiener Hofburg zu besuchen und im Zuge dessen ein Interview mit dem Veranstalter, Martin Zettl, zu führen. Die Messe gilt als eine der führenden B2B-Plattformen für haptische Werbung und Merchandising in Mitteleuropa.

Die „marke[ding]“ ist eine reine Fachmesse, die sich gezielt an ein professionelles Publikum aus Marketing, Einkauf und Geschäftsführung richtet. Mit rund 145 Ausstellern aus insgesamt 11 Nationen sowie etwa 2.500 Fachbesucher bot die Veranstaltung einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends und Innovationen der Branche.

Ein zentrales Merkmal der Messe ist ihre klare Positionierung als Netzwerkplattform: Der Zugang zu Ausstellern erfolgt häufig über bestehende Kontakte und Beziehungen innerhalb der Branche. Die Vorbereitung einer solchen Veranstaltung erstreckt sich über etwa ein Jahr und umfasst neben intensiver Büroarbeit auch den Besuch anderer Messen, um Trends frühzeitig zu erkennen und Impulse mitzunehmen. Besonders wichtig ist es laut Veranstalter, den „Hype“ und die Dynamik der aktuellen Messe gezielt für die Bewerbung der nächsten Ausgabe zu nutzen.

Die Wahl der Location spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle: Die Hofburg Wien zählt zu den prestigeträchtigsten und zugleich kostenintensivsten Veranstaltungsorten Österreichs. Entsprechend sind auch die Teilnahmegebühren für Aussteller, die ihre Produkte jedoch direkt ihrer Zielgruppe und nicht einer breiten Menschenmasse vorstellen kann. Demnach wird die Messe neben Sponsoring durch die Standgebühren finanziert.

Ein Blick auf die organisatorischen Abläufe zeigt die Kompaktheit des Events: Der Aufbau erfolgt innerhalb eines Tages, die Messe endet um 18:00 Uhr und bis spätestens 22:00 Uhr müssen die Räumlichkeiten vollständig geräumt sein. Unterstützt wird die Durchführung aktuell von etwa 12 bis 15 Volunteers sowie einem kleinen Kernteam, bestehend aus dem Veranstalter und seiner Tochter.

Inhaltlich lässt sich ein klarer Trend erkennen: Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Weg von kurzfristigen „Streuartikeln ohne Mehrwert“ hin zu durchdachten Produkten mit Geschichte, Herkunft und nachvollziehbaren Produktionsprozessen. Dennoch behalten auch günstigere Werbeartikel weiterhin ihre Berechtigung im Marketingmix.

Die Messe hat ihren Ursprung in Oberösterreich, wo sie weiterhin in Linz unter dem Format „Marketing Impuls“ mit zusätzlichen Keynote-Speakern stattfindet. Im Gegensatz dazu verzichtet die Wiener Ausgabe bewusst auf Keynotes und legt den Fokus stärker auf Ausstellung und Networking. In Wien wurde bereits die 16. Auflage gefeiert.

Abschließend erhielten die Studierenden die Möglichkeit, die beeindruckenden Räumlichkeiten der Hofburg näher kennenzulernen, zahlreiche Eindrücke zu sammeln und verschiedene Produkte direkt vor Ort zu erleben. Auch das Sammeln von Goodies sowie der persönliche Austausch mit Ausstellern trugen zu einem umfassenden Verständnis der Branche bei.

Der Messebesuch bot somit nicht nur einen praxisnahen Einblick in die Welt der haptischen Werbung, sondern auch wertvolle Erkenntnisse über Organisation, Trends und die Bedeutung von Netzwerken im Marketingbereich.

Ein herzliches Dankeschön an Martin für seine Zeit sowie das spannende Q&A!

Verfasserin & Bilder: Ursula Steiger-Böcskör

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